Übersicht 16.07.2019
Archäologische Ausgrabungen Seite 6/6

Im Nordflügel lagen zahlreiche Hilfsräume und ein großer Hauptraum, die Küche; hier fand man eine Fülle von Kochgeräten.
Im Ostflügel befanden sich die königlichen Gemächer. Das Zimmer des Königs hatten einen Lichthof, ein Polythyron, eine äußere Säulenhalle und Doppeltüren, die in die übrigen Zimmer führten. Das Zimmer der Königin war kleiner. Im selben Flügel ein viereckiger Saal mit Polythyron, in dessen Mitte sich ein rundes Wasserbassin mit Brüstung, Säulen und 8 Treppenstufen befand. Der Beckenboden war mit Steinen gepflastert. In einer benachbarten Kammer im Untergeschoss floss eine Quelle.
Der Palast verfügte über ein vollständiges, kompliziertes Kanalisationssystem.
In den letzten Jahren fand man unter dem Palast auf der Ostseite eine Reihe größerer und kleinerer Zimmer, und so bestätigte sich die Existenz eines Gebäudes aus der Älteren Palastzeit. Dieser war um 1600 v. Chr. überbaut worden. Der Palast war bei seiner Entdeckung unversehrt, die dort gemachten Funde waren deshalb besonders reich: Vierhenklige Amphoren, Tongefässe, Bronzekessel, Schwerter, Steingefäße und -gerät, kegelförmige Rhyta, eine Reihe von Kultbechern, Opferkannen, Tontafeln mit Linear A- und B-Schrift und vieles mehr.