Übersicht 20.10.2019
Nachpalastzeit Seite 3/3

Klassische und hellenistische Periode, 500 - 67 v. Chr.
Der Blüte der vorangegangenen Perioden folgt nun eine Zeit des Stillstands und Niedergangs. Kreta hat keinen Anteil an den Entwicklungen dieser neuen Zeit, die das Wunder des klassischen Griechenlands hervorbringt und ist bei den großen politischen Ereignissen, den Persischen Kriegen, dem Peloponnesischen Krieg und dem Asien-Feldzugs Alexanders des Grossen nicht zugegen. Die Bruderkriege zwischen den kretischen Städten gehen weiter, bis sich jeweils die schwächeren Städte den stärkeren unterwerfen. In diesem unfriedlichen Klima haben Kunst und Kunsthandwerk nicht Bedeutendes hervorgebracht. In hellenistischer Zeit mischen sich die Herrscher der mächtigen Diadochenreiche in die inneren Angelegenheiten Kretas ein. Zur gleichen Zeit ist eine Weiterentwicklung der demokratischen Institutionen festzustellen, wobei die Macht der Kosmoi zugunsten von Ältestenrat und Volksversammlung geschwächt wurde. Die Bruderkriege werden fortgesetzt; dabei entstehen breitere Bündnisse zwischen den sich bekriegenden Städten. In den letzten Jahrhunderten besteht die Tendenz, sich mit den benachbarten Städten zu versöhnen und zwar wahrscheinlich aus Furcht vor von außen drohenden Gefahren. Es entsteht der Bund kretischer Städte Gemeinschaft der Kreter.