Übersicht 16.07.2019
Bodenmorphologie Seite 2/2

Pflanzen- und Tierwelt
Kreta war im Altertum dicht bewachsen, waldreich und fruchtbar. Plato und Diodor erwähnen Zypressenwälder um Knossos. Sie war reich an wilden und veredelten Bäumen unterschiedlichster Art sowie an Heilpflanzen. Letzteres findet bei Theophrast Erwähnung. Im antiken Kreta gab es keine wilden Tiere oder giftige Reptilien. Die Überlieferung schreibt dies der Geburt des Zeus zu, oder dem Herakles, welcher die Insel von ihnen säuberte.
Heute ist aufgrund des Klimas, des Bodens, besonders aber der großen Zerstörungen, welche die Insel im Laufe der Jahrhunderte unter den verschiedenen Eroberern erlitt, der Bewuchs zurückgegangen. Die Vielfalt der Pflanzenarten ist aber immer noch beträchtlich. Schätzungen von Fachleuten zufolge wachsen hier 2000 verschiedene Arten, von denen 160 nur auf Kreta vorkommen. Diese seltenen Pflanzen finden sich hauptsächlich in den Schluchten und an abgelegenen Berghängen, einige gibt es aber auch in der Ebene und an der Küste.
In den Berggegenden gibt es Wälder von Kermeseichen, Johannisbrotbäumen, Walnussbäumen, Zypressen, Platanen, Pinien und vereinzelten Eichen. In der Ebene werden Zitrusfrüchte, Wein und Ölbäume angebaut. Der Olivenhain von Rethymnon ist der größte im Bereich des Mittelmeeres. Auf Kreta gibt es außer den gewöhnlichen, auch im übrigen Griechenland vorkommenden Tieren eine seltene Wildziegenart, die kretische Kri-Kri, die in den Weißen Bergen und in der der Samaria-Schlucht lebt. Zum ihrem Schutz besteht Jagdverbot und auf den Inseln Dhia, Theodhorou und Ajii Pandes hat man für sie Futterstellen eingerichtet.

Die Küste
An der Nordseite der Insel ist die Küste, abgesehen von den großen Meeresbuchten, felsig mit vielen kleinen Buchten, zwischen denen sich kleinere und größere Sandstrände erstrecken. An der Südseite ist die Küste, abgesehen von ihrem westlichen Teil, sanfter, ruhiger und voll von herrlich reinen Sandstränden. Im Westen ist der Zugang zur Küste schwierig. Im Ostteil der Insel dagegen gibt es nach Norden hin Buchten, Strände und den berühmten Palmenhain Vai.

Das Klima
Kretas Klima ist eines der mildesten und gesündesten in ganz Europa. Im Süden der Insel ist es so mild, dass man sogar im Winter dort Ferien machen kann. Die Hochebenen und Gebirge unterliegen nicht dem Einfluss des Meeresklimas. Hier herrscht Kontinentalklima.