Übersicht 16.07.2019
Museen Seite 1/4

Das Archäologische Museum von Iraklion
Das Archäologische Museum von Iraklion ist das zweitgrößte Museum Griechenlands und eines der wichtigsten auf der ganzen Welt. Es liegt an einem zentralen Punkt der Stadt, in der Nähe des Hafens. Der Gebäudekomplex ist 1930 an der Stelle erbaut, wo früher die venezianische Kirche des hl. Franziskus gestanden hatte. Der überwiegende Teil der Ausstellungsstücke stammt aus Zentral- und Ostkreta; sie bezeugen die Kulturentwicklung Kretas vom Neolithikum bis zur römischen Zeit.
Im Museum von Iraklion entstammen die meisten der in den 20 Räumen chronologisch angeordneten Ausstellungstücke der minoischen Kultur, es gibt aber auch wichtige Fundstücke aus historischer Zeit.
Es wird empfohlen, beim Besuch des Museums der Nummerierung der Räume zu folgen. Bei einigen außergewöhnlichen und einzigartigen Meisterwerken ist ein kleiner Halt angezeigt. Für eine sinnvollen Museumsbesuch ist eine Zeit von mindestens zwei Stunden erforderlich.

Saal I : Neolithikum und Vor- Palastzeit
Vitrine1,2: neolithische Fundstücke aus Knossos, Katesambas und Phoumi Mirambellou ( 6700- 2700 v. Chr. ), bemerkenswert ein kleines Marmoridol aus Knossos. In den Vitrinen 3,4,6,7,9 wird die Keramik- Entwicklung der Zeit 2800- 1900 v. Chr. Mit den Stilen von Pyrgos, Ajonouphrios, Levina, Vassiliki und die Barbotine- Technik dokumentiert. In den Vitrinen 10 und 12 Beispiele aus der Kleinplastik, in den Vitrinen 13, 18, 18A Kleinplastik, Marmor- und Elfenbeinidole. In Vitrine 14 Waffen, Werkzeuge und Schmuck aus Bronze. In Vitr. 17,18, 18A Schmuck aus den Gräbern von Mochlos, Messara und Archanes. In Vitr. 11, 18 Kleinkunst und Stempel.

Saal II: Ältere Palastzeit, 1900- 1800 v. Chr.
Die Fundstücke in diesem Saal stammen aus den Werkstätten der frühesten Paläste in Knossos, Phästos und Malia sowie von den Gipfelheiligtümern. In Vitr. 22,23,26,27,29 Keramik im Kamares- Stil, einiges davon in "Eierschalentechnik". In Vitrine 25 Fayence- Täfelchen mit Darstellung minoischer Häuser. In Vitrine 19 ein Opfergefäß aus Ton in der Form einer weiblichen Gottheit. In Vitr. 20, 21, 21A Adorantenidole von Gipfelheiligtümern. In Vitr. 20 und 24 Bildnisse von Fischen, Schiffen und glockenförmige Idole. In Vitr. 28 Stempel, einige von ihnen mir Hieroglyphenzeichen.

Saal III: Der alte Palast von Phästos, 1900- 1700 v. Chr.
In Vitrinen 30- 39 Keramik im Kamares- Stil und andere Fundstücke. In Vitr. 33A ein zylindrischer Gefäß- Fuß mit Delphin- Relief. In Vitr. 43 stechen besonders die Fruchtschale mit Spitzeneinfassung und der Trichter mit Blütenrelief hervor. In Vitr. 42 Kultgefäße. In Vitr. 40 Stempel. In Vitr. 41 der einzigartige Diskus von Phästos mit Hieroglyphenschrift.

Saal IV: Kultur der Jüngeren Palastzeit, 1700- 1400 v. Chr.
Die neueren Paläste Knossos, Phästos, Malia In Vitr. 44- 49, 54 Keramik im Meeres- und Flora- Stil. In Vitr. 51 ein Meisterwerk der Steinverarbeitung, ein Opfer- Rhyton aus schwarzem Steatit in der Form eines Stierkopfes. In Vitr. 50 die Schlangengöttinnen in Fayence- Technik, herrliche Stücke damaliger Kleinplastik. In Vitr. 56 der Stierspringer aus Elfenbein im Ansprung auf den Stier. In Vitr. 55 zwei Fayence- Täfelchen mit Darstellungen einer Kuh und einer Wildziege, die ihre Jungen säugen. In Vitr. 54, 53 Bronzegefäße. In Vitr. 52 Schwert mit Goldgriff.