Übersicht 16.07.2019
Römische Epoche

Römische Zeit, 67 v. Chr. - 330 n. Chr. Im Jahre 71 v. Chr.
griff Marcus Antonius Kreta an, unterlag jedoch in einer Seeschlacht, bei der Insel Dhia. 69 v. Chr. landete dann der Praetor Caecilius Metellus mit einem großen Heer auf der Insel und unterwarf Kreta nach dreijährigen, harten Kämpfen. Kreta wurde eine eigenständige Provinz des römischen Reiches bis es 27 v. Chr. mit der Kyrenaika zu einer Provinz zusammengefasst wurde, die nun ein Prätor verwaltete. Die Plünderungen und Zerstörungen des Krieges brachten eine Dezimierung der Bevölkerung mit sich und fügten der Landwirtschaft und dem Handel schweren Schaden zu. Es war aber nur eine vorübergehende Depression, denn die Römer trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei, indem sie neue Häfen bauen und so die bevorzugte Lage der Insel für ihren Handel mit Ägypten und Phönizien ausnutzten. Ihrer Gewohnheit gemäss errichteten sie besonders in der neuen Hauptstadt Ghortyna, prachtvolle Bauten, so ein Odeum, zwei Theater, zwei Nymphenheiligtümer, Bäder, ein Amphitheater, das Heiligtum der Pythia, die Heeresverwaltung, Theater und andere Bauten entstehen in Ierapetra, Chersonissos, Kissamos, Kydhonia, Knossos, Lyto und an anderen Orten.
Das Christentum fand auf Kreta schon von den ersten Jahren der Apostel Verbreitung. Der Apostel Paulus predigte in Ghortyna und trug seinem Schüler Titos, der griechischer Abstammung war, auf, das Christentum in Kreta zu verbreiten und Kirchen zu schaffen. Der hl. Titos der erste Bischof von Kreta.
Auch in der Spätantike ist Kreta mit dem Schicksal des römischen Reiches verbunden. Bei der Reichsteilung fällt es dem oströmischen Reich zu und es beginnt eine neue Zeit unter den christlichen byzantinischen Kaisern.